Alpakawanderung im Jossgrund

Am 27.10.2019 ging es für viele Familien der Selbsthilfegruppe zu einem speziellem Ausflugsziel. Im Jossgrund wartete eine Alpakaherde auf uns, um uns die Gegend zu zeigen. Voller Erwartung schauten wir Menschen auf die Alpakas und sie mit ihren riesigen, dunklen Augen auch auf uns. Nach einer kleinen Regeleinführung der Alpaka-Veranstalter ging es los. (www.jossgrund-alpakas.de)

Leider regnete es, als wir mit den Alpakas losliefen, doch war die Wanderung durch den Oberndorfer Wald mit diesen possierlichen Tierchen ganz angenehm. Sie ließen sich von uns führen bzw. führten sie uns. So eindeutig war es nicht.
Ingesamt liefen 2 Familiengruppen. Die erste Gruppe konnte die Umgebung mit 7 Alpakas erwandern und die zweite Gruppe lief mit 5 Alpakas.
Durch den Regen lief die erste Gruppe in einer Reihe. Je nach Alter des Kindes mit Begleitperson oder ohne. Da jedes Alpaka seine Laufgewohnheit hatte, sprich entweder als erstes oder in der Mitte oder als letztes laufen wollte, haben wir Menschen uns dem Willen der Alpakas gebeugt. Denn das kennen wir ja: jede*r ist verschieden und reagiert in bestimmten ungewohnten Situationen anders, egal ob autistisch oder nicht.
Als Beispiel: Unser Tierchen hieß „Vincent“ und lief lieber eingebettet in der Mitte der Gruppe. Auf keinen Fall als zweiter, denn dann beugte er lieber seine Beine und wollte sich hinsetzen, bis wir verstanden, dass er lieber als Dritter oder Vierter laufen wollte.

Nach einer Stunden kamen wir wieder zu dem Stall und brachten die Alpakas zurück. Die Tiere waren wahrscheinlich froh mit ihrem nassen Fell, wieder in ihr Zuhause zurück zu kommen, um kurz durchzuschnaufen. Es gab eine kleine Regenlücke, so dass wir alle dachten, dass die zweiten Gruppe nun trockenen Weges wandern konnte. Aber auch diese Gruppe hatte das gleiche Regenschicksal zu erleiden wie die erste Gruppe.

Wir dagegen (die 1. Gruppe) waren erstmal froh, in die trockene Scheune zu gelangen. Dort gab es ein schönes Feuer im Kamin sowie Tische und Bänke, was uns sichtlich erfreute. So warteten wir auf die zweite Gruppe. Nach einer weiteren Stunde kamen alle zusammen und wir ließen diesen beeindruckenden, aber durchnässten Ausflug bei heißem Kaffee und Kuchen in der urigen Scheune ausklingen.